Globales Netzwerk – Globale Qualität

Seit 2004 fertigt Balluff im westchinesischen Chengdu Sensoren. Der Standort ist in der Region für seine moderne Fertigung, die Qualität seiner Produkte sowie seine Unternehmenskultur berühmt.

Im Herzen Chinas pulsiert eine außergewöhnliche Kraftquelle. In der Metropolregion Chengdu leben 16,5 Millionen Menschen. Hier ist neben dem ungarischen Standort Veszprém einer der beiden großen Balluff Produktionsstandorten beheimatet: Balluff Sensors (Chengdu).

Mit Mut und Pandas

Chengdu ist eines der Wirtschaftszentren Westchinas und gilt als die „Panda-Hauptstadt“ der Welt. In der Aufzucht- und Forschungsstation leben mehr als 100 der chinesischen Nationaltiere. Außerdem ist die Region für ihre scharfen Gerichte bekannt. „Mutigen Gästen bieten wir immer die Gelegenheit, die Spezialitäten von Chengdu zu probieren“, sagt Erik Oortwijn, Geschäftsführer von Balluff Sensors (Chengdu). „Manche unserer Gäste sind sogar noch abenteuerlustiger. Ich erinnere mich, dass ein Kollege sich nachts im Regen auf den 30 Kilometer langen Rückweg zum Hotel wagte – per Fahrrad, allein und ohne Sprachkenntnisse. Es grenzt an ein Wunder, dass er sich nicht verirrt hat.“

Pandas

"Chengdu ist ein Glücksfall für uns, denn in der Region gibt es sehr viele hochqualifizierte Mitarbeiter."

Michael Unger, ehemaliger Geschäftsführer von Balluff
Außenansicht Balluff Sensors (Chengdu) Co., Ltd.
Mitarbeiterinnen Balluff Sensors (Chengdu) Co., Ltd.

Pioniere im Westen

„Die Chengdu-Erfolgsstory beginnt in der Schweiz. Im Jahr 2000 haben wir dort ein Unternehmen übernommen, das bereits Kontakte nach Chengdu hatte“, erinnert sich der ehemalige Balluff Geschäftsführer Michael Unger. „Nach vielen Gesprächen haben wir uns dann für diesen Standort entschieden. Ein Glücksfall für uns, denn in der Region gibt es sehr viele hochqualifizierte Mitarbeiter.“

2004 gründete Balluff sein Tochterunternehmen in Chengdu. „Damit haben wir Pionierarbeit geleistet. Denn das war damals das erste deutsche Produktionsunternehmen hier“, sagt Frank Nonnenmann, der als Geschäftsführer bei Balluff für die Aufstellung des globalen Produktions- und Logistiknetzwerks verantwortlich ist. Balluff fertigt in Westchina pro Jahr mehr als 2 300 000 induktive und mechanische Sensoren, lineare Wegmesssysteme für die Industrieautomation sowie weitere Produkte. „Gegenwärtig arbeiten wir in Chengdu im 1-Schicht-Betrieb. Wir haben allerdings bei den Erweiterungen der Kapazitäten den steigenden Bedarf eingeplant“, sagt Erik Oortwijn. „Deshalb können wir auf ein vollständiges 2-Schicht-System umstellen und die Produktionsmenge verdoppeln.“

Jung und erfahren: die Chengdu-Belegschaft

Heute arbeiten 230 Personen in Chengdu – 160 davon sind direkt in der Produktion tätig, sieben weitere in der Produktentwicklung, der Rest in anderen Abteilungen. „Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt nur 33 Jahre. Und trotzdem sind 80 Mitarbeiter bereits seit zehn Jahren oder länger bei uns“, sagt Erik Oortwijn. „Diese geringe Fluktuation ist außergewöhnlich für den chinesischen Arbeitsmarkt und zeigt das große Vertrauen, das Balluff sich hier als Arbeitgeber verdient hat.“

„Die geringe Fluktuation ist außergewöhnlich für den chinesischen Arbeitsmarkt und zeigt das große Vertrauen, das Balluff sich hier als Arbeitgeber verdient hat.“

Erik Oortwijn, Geschäftsführer von Balluff Sensors (Chengdu)

Ein echtes Team, …

„Ein Grund für die Loyalität der Belegschaft ist der außergewöhnliche Zusammenhalt der Mitarbeiter. Hier spürt man die Kultur des Familienunternehmens deutlich“, sagt Erik Oortwijn. Balluff nimmt bei den Arbeitszeit- und Ferienregelungen Rücksicht auf das Familienleben der Mitarbeiter. Mit Ausnahme des Geschäftsführers sind alle Schlüsselpositionen in Chengdu von einheimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt. Darüber hinaus schweißt die Fußballbegeisterung zusammen. „2014 war die Freude riesig. Die ganze Belegschaft feierte den Gewinn der Weltmeisterschaft durch die deutsche Nationalmannschaft – unter anderem mit dem größten Firmenkuchen, den es je in Chengdu gegeben hat“, erinnert Erik Oortwijn sich und ergänzt: „Umso bitterer war die Niederlage vier Jahre später gegen Südkorea. Wir haben spontan unsere Fahne eingezogen.“

… auch in schweren Zeiten

2008 kam es zu einem verheerenden Erdbeben in der Provinz Sichuan, in der Chengdu liegt. Es gab fast 70.000 Opfer und viele beschädigte Gebäude. Balluff hatte Glück: Kein Mitarbeiter verletzte sich und das neue Fabrikgebäude hatte kaum Schäden. Die Produktion konnte weiterlaufen. Nur acht Tage nach der Katastrophe war der damalige Geschäftsführer der Balluff Gruppe Michael Unger vor Ort. „Das war nicht ungefährlich, weil es viele Nachbeben gab. Alle Mitarbeiter haben ihm das hoch angerechnet“, betont Erik Oortwijn. Und Michael Unger ergänzt: „Knapp vier Wochen vor der Katastrophe hatten wir ein Treffen der Balluff Führungskräfte in Chengdu. Umso größer waren natürlich das Erschrecken aber auch das Mitgefühl und der Zusammenhalt innerhalb der Unternehmensgruppe, als die Nachricht vom Erdbeben um die Welt ging.“

Firmentorte

Das Beste aus zwei Welten

In der Region ist der Balluff Standort eines der Aushängeschilder der Industrie, insbesondere für die Fertigungsqualität. „Wir sind zu Recht stolz auf unsere Produkte. „Made in China“ ist ein echtes Qualitätssiegel. Das gelingt, weil wir ein großartiges Produktionsteam haben“, betont Erik Oortwijn. Mehr als einmal war Balluff Chengdu im lokalen Fernsehen und die Politik sieht den Standort als Paradebeispiel für eine moderne deutsche Hightech-Fertigungsindustrie. Zusätzlich zu den Produkten interessieren sich Besucher dafür, wie die von Offenheit lebende Balluff Managementkultur in dem chinesischen Geschäftsumfeld so erfolgreich ist.

Fakten rund um den Standort

Balluff Sensors (Chengdu) wurde 2004 als selbstständiges Tochterunternehmen gegründet.

2004 wurde Balluff Sensors (Chengdu) zum Produktionsstandort. Seit 2014 gibt es eine eigene Entwicklungsabteilung.

2017 hat den Balluff das Werk um 50 Prozent erweitert.

Gegenwärtig hat der Standort eine Grundstücksfläche von 20 000 m². Die Gebäudefläche beträgt 8 000 m², davon gehören 4 000 m² zu den Produktionsanlagen.

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