Bereit fürs nächste Level

Digitalisierung und Industrial Internet of Things (IIoT) beeinflussen die Zukunft der Sensortechnologie. Zugleich verändern sie auch die Kundenerwartungen. Balluff reagiert – mit neuen Arbeitsweisen und Denkansätzen.

Kleiner, schneller, vielseitiger – quo vadis, Sensor? Die Zukunft der Sensortechnologie beschäftigt die Automatisierungsbranche. Während die Diskussionen rund um Hardware und Software, Sicherheits-Sensorik und Künstliche Intelligenz zunehmen, steigen auch die Anforderungen und Erwartungen an Anlagen, Maschinen und ihre Sensoren. Ein entscheidender Schlüsseltrend ist dabei die Digitalisierung. Für Balluff das nächste Level der industriellen Automatisierung. Das gilt auch für das Industrial Internet of Things (IIoT), das die klassische Automatisierungstechnik (OT) und die Informationstechnologie (IT) miteinander verbindet. Intelligente Sensoren, die Daten erfassen, sie auswerten und daraus nützliche Informationen generieren, machen das möglich. „Die rasant zunehmende Verfügbarkeit von Daten erleichtert Entscheidungen“, sagt Dr. Ingo Kleinschroth, Leiter der Produktentwicklung bei Balluff, „wir analysieren Daten nicht nur rückblickend, sondern verwenden sie auch prognostizierend.“ Das Ergebnis? „Mehr Fakten statt Intuition.“          

Komponenten- und Lösungsanbieter

Ob intelligente Sensoren mit dem Kommunikationsstandard IO-Link, der multifunktionale Balluff Condition Monitoring Sensor zur smarten Zustandsüberwachung oder RFID- und Netzwerk-Module zur verbesserten Kommunikation zwischen Feldebene und IT: Mit der Technologievielfalt wächst bei Balluff auch das Portfolio an smarten Devices stetig. Doch die Digitalisierung hat nicht nur Einfluss auf das Angebot eines Automatisierungsspezialisten wie Balluff, sondern auch auf das Selbstverständnis des gesamten Konzerns. „Wir verstehen uns als Komponenten- und Lösungsanbieter, und beide Aspekte haben ihre Bedeutung“, so Kleinschroth. „Ausgehend von den Kundenanforderungen bieten wir eine Lösungstopologie an, die sich von der Komponente bis hin zur Auswertung in IT-Systemen erstreckt – von der Data Source bis hin zur Data Analytics.“ Wichtig seien dabei vor allem die einfache Skalierbarkeit, Erweiterbarkeit von Lösungen unter Wahrung von IT-Security-Anforderungen sowie das umfassende Verständnis von End-to-End-Prozessen. „Mit Blick auf die Digitalisierung sind das die entscheidenden Erfolgsfaktoren.“

 

100 Jahre Balluff: Ingo Kleinschroth

„Wir verstehen uns als Komponenten- und Lösungsanbieter, und beide Aspekte haben ihre Bedeutung.“

Dr. Ingo Kleinschroth, Leiter der Produktentwicklung bei Balluff

Und der Kunde? Auch dessen Erwartungshaltung wird laut Kleinschroth durch die zunehmende Digitalisierung verändert. „Im Vergleich zu früher setzt das digitale Kundenmanagement noch viel eher ein – also bereits in der Beratungs- und Konzeptionsphase. Die gesamte digitale Customer Journey wird länger.“ So werde der Digitale Zwilling – ein virtuelles, um Metadaten erweitertes Abbild der Komponente – immer häufiger bereits zur simulativen Integration in Kundensysteme genutzt. Weitere Beispiele für die Veränderung seien die digitalen Abwicklungs- und Serviceprozesse, die Remote-Unterstützung zur Analyse und Instandhaltung sowie die Erweiterung der Sensor-Funktionalität über Software-Updates: „Was unsere Kunden brauchen, ist ein messbarer, mit geringem Aufwand implementierbarer Mehrwert in ihrem Produktionsumfeld“, sagt Kleinschroth. „Gelingen kann das nur, wenn wir ihnen ebenso maßgeschneiderte wie smarte 360-Grad-Digitalisierungs- und IIoT-Lösungen anbieten.“

Akzeptanz für Innovation

Zusätzlich zur Datenqualität gewinnen im Kontext der Digitalisierung auch Offenheit und Agilität immer stärker an Bedeutung. Das weiß auch Hubertus Breier, Head of Technology bei Balluff: „Wir verstehen die Weiterentwicklung als Chance und passen deshalb auch unsere Denkansätze und Abläufe innerhalb des Unternehmens an.“ Gefordert sei hierbei aber nicht nur der Entwicklungs- und Innovationsbereich. „Bei Balluff leben wir einen integrierten Innovationsprozess. Heißt: Alle Kolleginnen und Kollegen können sich über die einzelnen Bereiche und durch die einzelnen Phasen hinweg aktiv an unseren internen Inkubations-Programmen beteiligen“, erklärt Breier.

„In der Ideenphase ist Geschwindigkeit wichtiger als Perfektion – das gilt auch für die industrielle Automatisierung.“

Hubertus Breier, Head of Technology bei Balluff
100 Jahre Balluff: Hubertus Breier

Mitarbeiter für Innovationen begeistern, sie zu motivieren und so die digitale Transformation im Konzern weiterzutreiben, lautet das erklärte Ziel. „Kunden brauchen Transparenz, deshalb legen wir auch großen Wert darauf, sie sehr früh in unsere Inkubations-Programme einzubeziehen, zum Beispiel mit Funktionsmustern oder Softwarelösungen.“ Breier ist überzeugt: Zukunftsorientiert handeln bedeutet auch, Entscheidungen mal auf Basis von nur 70 Prozent an Informationen zu treffen: „In der Ideenphase ist Geschwindigkeit wichtiger als Perfektion – das gilt auch für die industrielle Automatisierung und damit für die Zukunft der Sensortechnologie.“

100 Jahre Balluff: 300 Systemkomponenten RFID

300

Systemkomponenten umfasst heute das Balluff Portfolio an Identifikationslösun-gen mittels RFID-Technologie. Seit den 80er hat sich die RFID-Technik – RFID steht dabei für Radio-Frequency Identification – zu einer Schlüsseltechnologie im Ma-schinen- und Anlagenbau entwickelt.

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