Bye Bye Papier

Papierbasierte Prozesse in der Intralogistik sind ineffizient, ungenau und nicht skalierbar.
RUCH NOVAPLAST, ein führender Hersteller von Formteilen aus Partikelschäumen, nutzt
nun RFID-Systeme, um Transportwagen in jeder Fertigungsstufe zu erfassen.

Bisher lief die Kennzeichnung der Transportwagen klassisch über Papier. Das dauerte lang und bot wenig Transparenz über den aktuellen Status der Wagen in der Produktion. Die an den Maschinen produzierten Teile werden zunächst auf den Transportwagen abgelegt und durchlaufen auf ihnen verschiedene Fertigungsstufen. Sobald die Formteile fertig sind, werden sie wieder vom Transportwagen entladen und kundenspezifisch verpackt. Durch die mehrstufige Produktion sowie manueller und papierbasierter Prozesse entstanden ein hoher Buchungsaufwand und auch Ungenauigkeiten bei der Datenerfassung, die die Möglichkeiten zur Datenauswertung einschränkten.

Transparenz statt Papierkram

Um Effizienz und Datengenauigkeit zu erhöhen, entschloss sich RUCH NOVAPLAST zu einer weitgehenden Automatisierung dieser Abläufe. Alexander Zeifang ist als freiberuflicher Ingenieur für die Umsetzung verantwortlich: „Unser Ziel ist es, Abläufe effizient zu gestalten und den Mitarbeitern vor Ort die Arbeit zu erleichtern.“ Die dabei automatisch erfassten Daten bilden zukünftig die Basis für dynamische Displayanzeigen innerhalb der jeweiligen Fertigungsstufe und helfen, die Intralogistikabläufe zu optimieren und Ressourcen zu schonen.

Unser Ziel ist es, Abläufe effizient zu gestalten und den Mitarbeitern vor Ort die Arbeit zu erleichtern. Die dabei automatisch erfassten Daten optimieren Intralogistikabläufe und schonen Ressourcen.

Projektingenieur Alexander Zeifang, RUCH NOVAPLAST
100 Jahre Balluff: Transparenz per Funk und Software-Lösungen: Jederzeit wissen, wo die Transportwagen unterwegs sind. Foto: RUCH NOVAPLAST

RFID-Transponder schaffen Überblick

„Für RUCH NOVAPLAST setzten wir auf eine modulare und leicht erweiterbare Software-Lösung auf Basis von RFID“, erklärt Adrian Trabold, Head of D&IIoT Customer Project Sales bei Balluff. Die RFID-Technologie (Radio-Frequency Identification) ist eine effiziente, industrieerprobte und kostengünstige Möglichkeit, Transportwagen automatisch zu erfassen. Hierfür muss sowohl an den Transportwagen, als auch an den Fertigungsstationen die passende RFID-Infrastruktur installiert werden, um Buchungsereignisse zu generieren. Diese Ereignisse werden dann über die angepasste Balluff Middleware im Backend gemeldet und die Daten gesichert. Über einen von Balluff zur Verfügung gestellten „Software-Connector“ gelangen diese Daten dann ins vom Kunden gewünschte übergeordnete Enterprise-System.

100 Jahre Balluff: Transparenz per Funk und Software-Lösungen: Jederzeit wissen, wo die Transportwagen unterwegs sind. Foto: RUCH NOVAPLAST

RUCH NOVAPLAST

ist ein innovatives Unternehmen für Produktlösungen aus Partikelschäumen. Dominiert wird das Leistungsportfolio von technischen Anwendungen aus Polymeren für die Heizungs- und Lüftungsindustrie, Gebäudetechnik und Leichtbau.

Leerbetrieb und Rückstau werden vermieden

Da die einzelnen Arbeitsschritte jetzt automatisch verbucht werden, erkennen die Mitarbeiter auf einen Blick Ort, Zustand und Auftragszuordnung der internen Transportwagen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Wagen genau zur richtigen Zeit an den Arbeitsstationen sind. Leerbetrieb und Rückstau gehören damit der Vergangenheit an.

Da jede Arbeitsstation vernetzt ist, sehen die Mitarbeiter außerdem alle Prozessschritte auf einem Display oder können sich anzeigen lassen, welche Transportwagen sich im jeweiligen Arbeitsgang befinden. Der modulare Systemaufbau erlaubt es zudem, die Prozesse jederzeit zu ändern und zu erweitern. „Mit der erfolgreichen Implementierung des Projekts setzen wir nun auf eine erweiterbare Lösung auf Basis von RFID, die jederzeit mit zusätzlicher Sensorik und weiteren Software-Modulen ergänzt werden kann. Damit schaffen wir mehr Transparenz in den Abläufen und das automatisiert, effizient und kostengünstig“, freut sich Zeifang, der die Zusammenarbeit mit Balluff auf Augenhöhe schätzt: „Durch die gute und kompetente Zusammenarbeit konnten die an Balluff übertragenen Arbeitspakete innerhalb von nur vier Monaten umgesetzt werden.“

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