Die Industrielle Kommunikation entfesseln

Balluff bringt im Jubiläumsjahr erstmals eine IO-Link-Variante auf den Markt, die Daten kabellos überträgt. Durch den Wegfall der Leitungen ergeben sich neue Anwendungen, die bislang nicht oder nur mit sehr viel Aufwand realisierbar waren.

Der eigene Anspruch, neue Lösungen für die industrielle Automation zu entwickeln, war ein großer Ansporn für das Team von Alexander Weber, damit IO-Link-Wireless Realität werden konnte. Die Domäne von Balluff ist es, Daten zu erfassen, sie zu transportieren und daraus wertvolle Informationen zu schaffen. Diese können dann in übergeordneten Systemen ausgewertet werden und dienen als Grundlage für intelligente Entscheidungen. „Ausgangspunkt war für uns eine einfache Frage. Wie können wir Daten dort generieren, wo eine Lösung bisher technisch nicht möglich oder zu aufwendig war? Der Kommunikationsstandard zur berührungslosen Datenübertragung war die Antwort.

Nahtlose Kommunikation

Als digitale Schnittstelle ermöglicht der Kommunikationsstandard IO-Link eine feldbusunabhängige Punkt-zu-Punkt-Verbindung sowie eine nahtlose Kommunikation zwischen intelligentem Sensor und Automatisierungssystem. „IO-Link Wireless verspricht eine noch flexiblere und nachhaltigere Anwendung – und das bei einer gleichbleibenden Systemintegration und Kompatibilität“, sagt Balluff Produktmanager Michael Zahlecker.

Übertragung per Funk

Anstatt per Kabel empfängt der Wireless-Master die Sensordaten per Funk über eine Bridge oder einen Hub. Eine erleichterte Planung und Installation, mehr Flexibilität und Mobilität sowie der Wegfall von Steckern oder Kabeln zählen zu den großen Vorteilen gegenüber einem kabelgebundenen System. „Bei der Entwicklung von IO-Link Wireless war für uns eine hohe Zuverlässigkeit von höchster Bedeutung“, erklärt Zahlecker. Eine Latenz von 5ms sowie eine Fehlerrate von 10-9 ermöglichen somit eine direkte Anbindung sowie schnelle und zuverlässige Datenübertragung. Ein weiterer Pluspunkt ist die problemlose Skalierung und erweiterte Einbindung von bis zu 40 Devices.

Bei der Entwicklung von IO-Link Wireless war für uns eine hohe Zuverlässigkeit von höchster Bedeutung.

Michael Zahlecker, Produktmanager bei Balluff

Neue Anwendungen in der Robotik

Zum Einsatz kommt die kabellose IO-Link-Variante beispielsweise in hoch-dynamischen Anwendungen in Industrierobotern oder Transportsystemen. Dynamische Bewegungsabläufe auf drei Achsen erschweren die Verkabelung. Sie wird schnell sehr aufwendig und kostspielig und ist auch mit Nachteilen verbunden. Kabel und Kontakte werden durch Biegungen und Torsionskräfte stark beansprucht, ermüden oder brechen. Dies kann zu Maschinenstillstand führen. Die berührungslose Datenübertragung in Roboterarmen und Transportsystemen kann hier Abhilfe schaffen.

Einfach, mobil und sicher

Der Einsatz von IO-Link-Wireless macht auch beim Upgrade bestehender Anlagen Sinn. Denn es muss nicht in die gesamte Architektur der Anlage eingegriffen werden. Auch für mobile Anwendungen oder schwer zugängliche und harsche Umgebungen eignet sich die neue Variante des Kommunikationsstandards.

Balluff mehr als IO-Link Wireless

„Für uns ist IO-Link Wireless ein wichtiger Baustein in der Fabrik der Zukunft“, erklärt Weber. „Jedoch bietet Balluff mehr als IO-Link Wireless.“ Zusätzlich zum neuen IO-Link Wireless Standard bietet Balluff verschiedene Lösungen zur berührungslosen Daten- und Stromübertragung an und baut das eigene Wireless-Portfolio stetig aus. Aktuell haben Wireless-Lösungen noch einen geringen Marktanteil. Der Networking-Fachmann geht aber davon aus, dass die Nutzung der verschiedenen Wireless-Technologien durch die stärkere Flexibilisierung in der modernen Fertigung in Zukunft zunehmen wird. „Wireless ist ein IIoT-Enabler für die smarte und flexible Fertigung und für uns damit eine Technologie mit Zukunft.“

Für uns ist IO-Link Wireless ein wichtiger
Baustein in der Fabrik der Zukunft.

Alexander Weber, Head of Product Cluster Networking bei Balluff
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