Eine für alle

Mit dem neuen Balluff Engineering Tool setzt Balluff auf eine einheitliche Software zur herstellerübergreifenden Inbetriebnahme und Konfiguration von IO-Link-Geräten nach IO-Link-Standard für Sensoren und Aktoren.

IO-Link hat sich als Kommunikationssystem zur Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren durchgesetzt. Die IO-Link-Sensoren haben viele Funktionen und liefern neben Prozess- auch zahlreiche wertvolle Zustandsdaten. Damit die Funktionen in der Applikation richtig genutzt werden können, müssen die IO-Link-Geräte parametriert und konfiguriert werden. Bei der stetig steigenden Anzahl vernetzter Geräte nimmt damit auch der Aufwand bei der Inbetriebnahme immer weiter zu. Je mehr IO-Link-Geräte sich in einer Anlage befinden, desto mehr Parameter müssen folglich geprüft oder geändert werden. Dabei wird die Diagnose und Fehlersuche für jede Maschine komplexer. Genau dort setzt das Balluff Engineering Tool an. „Für die Entwicklung einer passenden Software ist es extrem wichtig, die Herausforderungen unserer Kunden aus den verschiedenen Branchen zu verstehen. Denn ohne dieses Verständnis können wir zwar leistungsstarke Technologien entwickeln. Aber das ist noch längst keine Garantie, dass das Kundenproblem auch wirklich gelöst wird“, erklärt Balluff Produktmanager Heiko Mahr. „Das BET ist ein echter Problemlöser: die Software spart Zeit bei der Inbetriebnahme der IO-Link-Sensoren, macht sie einfacher und ersetzt viele Einzellösungen.“

100 Jahre Balluff: IO-Link

IO-Link

Die intelligente Kombination industrieller Netzwerke mit dem Kommuni-kationsstandard IO-Link ist der Königsweg für eine immer schnellere, flexiblere, effizientere und wandlungsfähigere Produktion. Die Techno-logie ist ein wesentlicher Baustein für die Fabrik der Zukunft.

Schnell, einfach und fehlerfrei

Das neue Balluff Engineering Tool erleichtert die herstellerunabhängige und zentrale Inbetriebnahme, Parametrierung und Diagnose der IO-Link-Geräte über eine einfach zu bedienende Software. Sie gibt einen Überblick über den Status aller IO-Link-Geräte des Netzwerkes und sendet bei Fehlern automatisch Benachrichtigungen. Der Nutzer kann den aktuellen Zustand des Netzwerkes einfach dokumentieren und – ohne eine programmierbare Steuerung (SPS) – Ein- und Ausgänge testen.

Zusätzlich können mit dem Balluff Engineering Tool Geräteeinstellungen und IO-Link-Parameter abgespeichert und wiederverwendet werden. Das vereinfacht die Inbetriebnahme und hilft bei der Fehlerdiagnose. „Mit dem BET gibt es nun eine Software für alle Einstellungen von IO-Link-Geräten. Das spart in Summe Zeit und Kosten – während der Inbetriebnahme, bei Updates und auch bei der Schulung von Mitarbeitenden“, so Mahr.

Gebündelte Software-Kompetenz

2018 gab es die ersten Überlegungen zum BET, das ein Teil des Smart Automation and Monitoring Systems von Balluff ist. Die Entwicklung übernahm das Balluff Software House. Damit ist kein echtes Gebäude gemeint: unter diesem Dach bündelt Balluff die reine Software-Entwicklung. „Wir setzen auf die Prinzipien der agilen Softwareentwicklung und auf eine Verzahnung zwischen Entwickler-Team, Produktmanagement und Kunden“, erklärt Mahr.

Fokus auf die Kernfunktion

Der erste Prototyp – ein sogenanntes Minimum Viable Product (MVP) – stand im April 2020. Dabei handelte es sich um funktionsfähiges Produkt, das jedoch nur die wirklich essenziellen Funktionen aufweist, die für den Nutzer wichtig sind. „So arbeiten wir sehr fokussiert und lassen uns nicht durch eine immer längere Liste an Anforderungen ablenken“, so Mahr. Ziel sei es, die Kernfunktion so schnell wie möglich mit echten Nutzern zu testen. „Nach der positiven Resonanz erster Kunden wurde die Software dann sukzessive anhand einer Roadmap weiterentwickelt und an die Wünsche angepasst. Dann prüften die Kunden die Software unter echten Bedingungen in einer Alpha- und Beta-Testphase. Im März ging das BET für alle Kunden live.“

100 Jahre Balluff: Das Balluff Software House

Balluff Software House​

Balluff entwickelt reine Software-Lösungen im Balluff Software House. Weltweit arbeiten mehr als 100 Software-Entwickler an der smarten Verzahnung von Hardware und Software.​

Wir setzen auf die Prinzipien der agilen Software-Entwicklung und auf eine Verzahnung zwischen Entwickler-Team, Produktmanagement und Kunden.

Heiko Mahr, Produktmanager Balluff

Regelmäßige Updates

Bei dieser Entwicklungsmethode ist der große Unterschied zur klassischen Produktentwicklung, dass sich die Software kontinuierlich weiterentwickelt und eigentlich nie fertig ist. Auch in Zukunft sollen weitere Funktionen für das BET gemeinsam mit den Kunden entwickelt werden. Die Entwickler achten bei der Priorisierung neuer Features darauf, entweder die Usability und den Nutzen für den User zu steigern oder neue Anforderungen aus anderen Kundengruppen zu adressieren. Das Balluff Software House für die reine Software-Entwicklung soll indes weiter ausgebaut werden. „Hardware wird weiterhin ein großer Teil unseres Geschäfts sein. Das BET zeigt auch, dass wir unsere Kunden noch besser unterstützen, wenn wir gute Software in und zu den Produkten anbieten können“, ist Geschäftsführer Florian Hermle überzeugt. Die Nachfrage nach Lizenzen für das Balluff Engineering Tool spricht dabei für sich.

100 Jahre Balluff: RUCH NOVAPLAST

Bye Bye Papier

Papierbasierte Prozesse in der Intralogistik sind ineffizient, ungenau und nicht skalierbar. RUCH NOVAPLAST nutzt nun RFID-Systeme für mehr Transparenz in der Fertigung.

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