Aus der Fertigung auf die Straße:
Industrielle Bildverarbeitung macht Smart Mobility erst möglich

Auf den ersten Blick hat eine Industriekamera wenig mit einer stressfreien Fahrt in den Urlaub zu tun. Auf den zweiten Blick schon: MATRIX VISION gehört zu Balluff und unterstützt mit seinen Industriekameras die Digitalisierung der Verkehrswende.

Barcodes auslesen, Füllstände überwachen, Teile identifizieren, Positionen ermitteln – industrielle Bildverarbeitung macht Prozesse in der Fertigung und in der Logistik heute effizient und sicher. Alles bekannt! Die Balluff Tochter MATRIX VISION aus dem schwäbischen Oppenweiler denkt weiter und weiß: Industrielle Bildverarbeitung kann mehr. Sie machen unser Leben leichter und sicherer. Sie hilft uns auf der Suche nach einem freien Parkplatz oder einer neuen Route in den Urlaub ohne Staus und sorgt dafür, dass die Ampel schneller auf grün springt. Ja, auch das kann industrielle Bildverarbeitung – und MATRIX VISION hat, ganz dem Markennamen entsprechend, aus einer Vision ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt. Mit ihren hochwertigen Industriekameras unterstützt die Balluff Tochter die globalen Marktführer von Traffic-Systemen und macht dadurch den Straßenverkehr nicht nur sicherer, sie leistet auch einen entscheidenden Beitrag für die vernetzte Mobilität von morgen.

Zukunftschancen erkennen

Seit seiner Gründung 1986 gehört MATRIX VISION zu den führenden Unternehmen im Bereich industrieller Bildverarbeitung. 2017 erfolgte nach einer langjährigen Entwicklungspartnerschaft die Integration in die Balluff Gruppe. Heute ist MATRIX VISION mit seinen mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Kompetenzzentrum für industrielle Bildverarbeitung im Unternehmensverbund. In dieser Funktion entwickelt und produziert das Unternehmen sowohl Industriekamera-Module als auch konfigurierbare Bildverarbeitungskomponenten – darunter die bereits erwähnten Industriekameras für Traffic-Systeme. Und in diesem Bereich steckt ein riesiges Potenzial, denn ohne bildverarbeitende Sensorik lassen sich die verschiedenen Verkehrsträger nicht zu einem smart vernetzten Mobilitätssystem umbauen. Die bildverarbeitende Sensorik liefert die Daten, welche mit Cloud-basierten Anwendungssystemen ausgewertet und zwischen den verschiedensten Verkehrssystemen und -teilnehmern ausgetauscht werden. Industrielle Bildverarbeitung und die damit erfassten Daten sind also entscheidend für die Entwicklung hin zu einer smarten und nachhaltigen Mobilität, in der Autos, Fußgänger, Fahrradfahrer, Busse, Bahnen, Lkws, Ampeln und Verkehrslenkungssysteme und auch autonome Fahrzeuge über Cloud-Systeme miteinander kommunizieren.

 

Embedded: Auge und Hirn in einer Einheit

Die Mehrzahl der am Markt befindlichen Vision-Systeme besteht heute aus einem klassischen PC, der in der industriellen Fertigung in einem Schaltschrank steckt, und den daran angeschlossenen Kameras. Der Trend hin zu mobilen Systemen und zur Miniaturisierung erfordert das Zusammenwachsen von bilderfassenden und bildverarbeitenden Komponenten.

„Mit Embedded Vision liefern wir nicht nur eine Kamera-Komponente, sondern auch die Intelligenz für die Signalverarbeitung – also quasi das Auge und das Hirn in einer Einheit“, sagt Michael Welscher, Key Account Manager bei MATRIX VISION. Industry Manager und Kollege Tobias Zimmermann ergänzt: „Und genau dieser Ansatz macht unsere Industriekameras im Zusammenspiel mit unseren Softwarefeatures zu einem entscheidenden Baustein für Smart Mobility. Sie liefern Informationen zur Verkehrsinfrastruktur und erweitern somit das Wahrnehmungsfeld des Fahrzeugs und deren Insassen. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zu Umweltschutz und Sicherheit“

100 Jahre Balluff: Matrix Vision

Integration MATRIX VISION

Balluff erweitert 2017 das eigene Portfolio im Bereich Machine Vision und der industriellen Bildverarbeitung durch die Integration des Machine-Vision-Spezialisten Matrix Vision aus Oppenweiler.

Mit Embedded Vision liefern wir nicht nur eine Kamera-Komponente, sondern auch die Intelligenz für die gesamte Signalverarbeitung – also quasi das Auge und das Hirn in einer Einheit.

Michael Welscher, Key Account Manager bei MATRIX VISION

Schlüssel für die Mobilität von morgen

Die Industriekameras von MATRIX VISION können etwa in Schilderbrücken auf der Autobahn zur Überwachung des Verkehrsflusses oder auch in Ampelanlagen zur Beeinflussung der Ampelschaltung durch das Erkennen von sich nähernden Fahrzeugen integriert werden. Ebenso können diese in Parkhäusern als Komponente von smarten Anwendungen Informationen über die Auslastung des Parkhauses an den Parkplatzsuchenden liefern. Sind alle Parkplätze belegt, so kann sich der Suchende die Anfahrt des Parkhauses ersparen. Bildverarbeitungskomponenten von MATRIX VISION sind damit ein Schlüssel für künstliche Intelligenz der Mobilität von morgen.

KI braucht verlässliche Daten und unsere bildverarbeitenden Systeme liefern genau das. Damit macht MATRIX VISION eine intelligent vernetz-te Mobilität erst möglich – egal, ob grünen Welle oder stressfreie Park-platzsuche.

Tobias Zimmermann, Industry Manager bei MATRIX VISION

Bedingungslos gleichbleibende Bildqualität

Für die bilderfassenden Komponenten heißt das: Die Systeme müssen unter allen erdenklichen Bedingungen immer eine gleichbleibend hohe Bildqualität liefern – bei wechselnden Lichtverhältnissen, bei Sommerhitze und im Schneesturm sowie bei ständigen Erschütterungen. Möglich macht das die optimale Abstimmung von Bildsensoren und Kamerasoftware. Je nach Tageszeit können so etwa verschiedene Spektren des Lichts erfasst werden: Tagsüber sichtbare Farben und nachts der Nahinfrarot-Bereich.

Zimmermann weiß: „KI benötigt verlässliche Daten und unsere bildverarbeitenden Komponenten liefern genau das. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir spezielle Hardware- und Softwarefeatures, um die Lösungen unserer Kunden optimal zu unterstützen. Damit machen wir eine intelligent vernetzte Mobilität erst möglich – egal, ob grüne Welle oder stressfreie Parkplatzsuche.“

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