New Work:
Was bedeutet modernes Arbeiten bei Balluff?

Flexibel, digital, zusammen – so sieht New Work bei Balluff aus. Nach der Pandemie und mit dem Neubau in Neuhausen führt Balluff ein neues Arbeitsplatzkonzept ein.

Spätestens die Corona-Pandemie hat gezeigt: Man kann nicht ausschließlich im Büro gut arbeiten. Auch mobiles Arbeiten bietet viele Vorteile und schafft Flexibilität. „Für uns ist klar, dass wir nicht zur alten Zusammenarbeit zurückkehren werden, wir wollen das Beste aus der alten und der neuen Welt kombinieren“, zieht Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle aus den Erfahrungen Bilanz. Mehr Flexibilität bedeutet etwa für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie ihren Arbeits- und Familienalltag besser bewältigen können. Als Familienunternehmen möchte Balluff seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei weiter unterstützen und mobiles Arbeiten auch über die Pandemie hinaus ermöglichen. Sie sollen zukünftig noch flexibler am Standort aber auch von unterwegs aus arbeiten können. Ramona Pothoven, die die Umsetzung dieser Idee begleitet, ergänzt: „Mehr Flexibilität – das war ein ganz konkreter Wunsch, den wir aus den Ergebnissen einer Umfrage im Frühjahr 2021 ablesen konnten.“ Die Betriebswirtin und Logistikexpertin arbeitet seit 2014 bei Balluff. Zunächst war sie Projektassistentin für ein großes Logistikprojekt, seit 2016 ist sie Referentin der Geschäftsführung. Als solche ist die 33 Jährige für die Standortentwicklung in Neuhausen verantwortlich – dazu gehört auch das Projekt Neubau und die Entwicklung einer neuen Arbeitsumgebung.

Global zusammengerückt

„innovating automation“ – das ist der Leitspruch von Balluff. Er betont den Anspruch, Lösungen für Kunden immer wieder neu zu überdenken und weiter zu verbessern. Damit dies erfolgreich gelingt, ist ein globales Team nötig, das mit den Trends arbeitet und vor allem im ständigen Austausch steht. In dieser Hinsicht waren die letzten 16 Monate ein Booster: Die globale Zusammenarbeit hat sich stark beschleunigt und das Team ist noch enger zusammengewachsen. Dafür haben kollaborative Software wie Microsoft Teams gesorgt. „Jeder Kollege ist sprichwörtlich nur einen Klick entfernt. Das hat die Vernetzung und Zusammenarbeit der internationalen Teams verstärkt“, beschreibt Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle den Effekt. „Und die wird in Zukunft noch wichtiger werden. Denn nicht die Abteilungsgrenzen, der Standort oder Hierarchien bestimmen, mit wem ich zusammenarbeite, sondern die im Projekt gebrauchten Kompetenzen.“

100 Jahre Balluff: Interview mit Florian Hermle

Zum Interview

Florian Hermle, seit 2010 Geschäftsführer von Balluff, im Interview über globale Zusammenarbeit, Agilität und die Bereitschaft, Risiken einzugehen.

Neubau stärkt Zusammenarbeit und Austausch

„Ich sehe im Neubau viel Potenzial. Er wird als Katalysator für mehr Zusammenarbeit wirken“, meint die bauerfahrene Pothoven – sie hat auch privat in diesem Jahr mit ihrem Mann gebaut. „Der Neuhauser Neubau ordnet die bisherige Firmenzentrale um. Die an verschiedenen Standorten in Neuhausen angemieteten Büroflächen werden künftig an einem Ort – dem Balluff-Campus – gebündelt“, erklärt sie. „So erleichtert der Neubau einerseits das gemeinsame Arbeiten und fördert gleichzeitig den Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen“, beschreibt die Projektverantwortliche die Vorteile. „Denn eins haben wir während der Pandemie schließlich auch gelernt: Auf den persönlichen Austausch beim Mittagessen, einer Kaffeepause oder beim kurzen Vorbeischauen, wollen wir nicht verzichten.“ Das offene und lichtdurchflutete Design des neuen Gebäudes bietet deshalb viele Möglichkeiten zum Rückzug, Austausch und zur Kommunikation mit Kollegen und Kunden. „Die Raumgestaltung spiegelt unsere Offenheit für Neues wider und fördert kreatives Arbeiten,“ fasst Pothoven zusammen.

Die Raumgestaltung spiegelt unsere Offenheit für Neues wider und fördert kreatives Arbeiten.

Ramona Pothoven, Referentin der Geschäftsführung

New Work organisieren

„Für uns bedeutet New Work nicht nur die Neugestaltung der Räumlichkeiten und der Arbeitsplätze, sondern dazu gehören auch die Arbeitsorganisation und die grundsätzliche Unternehmenskultur. Denn das macht die Arbeitsumgebung aus. Diese an die aktuellen Bedingungen und Anforderungen anzupassen, ist mein Verständnis von New Work“, erklärt Pothoven. Für die Umsetzung heißt das: Nicht nur externe Faktoren wie die allgemeine Wirtschaftslage, Nachhaltigkeitsaspekte und die Veränderungen durch Covid-19 spielen eine Rolle, auch unternehmensinterne Einflüsse wie die aktuelle Unternehmensorganisation und veränderte Arbeitsweisen sowie die persönlichen Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fließen in das neue Konzept mit ein. „Ein gutes New Work-Konzept macht das Arbeiten für die Mitarbeitenden besser, es geht auf die individuellen Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Für Balluff sehe ich das auch als Chance: Mit einem modernen Arbeitsmodell erhöhen wir auch unsere Arbeitgeberattraktivität und haben noch bessere Karten im War for Talents“, meint die Referentin der Geschäftsführung.

Testlauf für neues Arbeitsmodell

Vor allem das Mehr an Flexibilität und digitaler Zusammenarbeit hat Auswirkungen auf die Gestaltung der Arbeitsplätze – Balluff setzt deshalb zukünftig auf das Prinzip geteilter Arbeitsplätze (Flex Desks). Mit einer eigenen Testfläche in Neuhausen, der New Work Area, probiert Balluff das neue Arbeitsplatzkonzept derzeit aus: „Verschiedene Teams arbeiten wochenweise in diesem neu eingerichteten Büro. Ihr Feedback und die gewonnenen Erfahrungen aus der langen Phase des mobilen Arbeitens während der Pandemie fließen in das neue Arbeitsplatzkonzept direkt ein“, erklärt Pothoven.

„Uns war es wichtig, die Kolleginnen und Kollegen von Anfang an in den Prozess einzubeziehen und mit Ihnen gemeinsam das neue Konzept zu entwickeln. Nicht nur, indem wir ihre Wünsche in einer abfragen, sondern auch, indem wir sie die neue Arbeitsumgebung testen lassen.“

Uns war es wichtig, die Kolleginnen und Kollegen von Anfang an in den Prozess einzubeziehen.

Ramona Pothoven, Referentin der Geschäftsführung

Testfläche New Work Area

Die New Work Area bietet mehrere Arbeitsplätze im offenen Büro, die flexibel genutzt werden können. Zusätzlich gibt es mit Telefonzellen und Ruhezonen Möglichkeiten, sich zurückzuziehen. „Einen besonderen Fokus hat Balluff auf die Gestaltung der Meetingräume gelegt: Hybride Meetings – also Besprechungen, bei denen Teilnehmende vor Ort und per Video zugeschaltet werden – sind genauso Teil des Konzepts wie Besprechungen, bei denen der kreative Austausch im Fokus steht“, betont Pothoven. „Es freut mich, jetzt zu sehen, wie die New Work Area genutzt und angenommen wird. Als Projektteam haben wir uns viel beraten lassen und Input geholt, um eine möglichst passende Lösung zu liefern. Die jetzt gesammelten Erfahrungen werden das Konzept noch einmal verbessern.“

Blaupause für New Work

Die Erfahrungen aus der New Work Area werden zunächst beim neuen Balluff Campus umgesetzt. Damit ist Neuhausen Beispiel für Arbeitsplatzkonzepte in allen weiteren Balluff Niederlassungen. „Im neuen Büro zu arbeiten – darauf freue ich mich heute schon. Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, dass die Büros bei Balluff quasi leer sind und fast alle von zu Hause aus arbeiten, ich hätte es nicht geglaubt. Die Pandemie hat gezeigt, wie flexibel wir bei Balluff sind. Wenn wir uns diese Flexibilität beibehalten, werden wir unsere Zusammenarbeit noch weiter stärken können. Und der Neubau und die neue Arbeitsumgebung werden uns dabei unterstützen“, resümiert Pothoven.

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