Welche Bedeutung haben offene Standards für die Industrie 4.0, Herr Faath?

Balluff blickt auf eine 100-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Doch was wird die Branche in den kommenden Jahren bewegen? Wie kann Balluff den Herausforderungen der Zukunft begegnen? Lesen Sie hier die Antworten der Branchenexperten.

100 Jahre Balluff: Zukunftsfrage Andreas Faath

Andreas Faath, Head Industrial Interoperability beim VDMA

Standardisierte Schnittstellen erleichtern die Integration neuer Komponenten in bestehende Anlagen, verbessern die Nutzungsmöglichkeiten von Daten und reduzieren die Fehleranfälligkeit. Darüber hinaus verringern sie den Aufwand für Neuentwicklungen. Insofern ist das Thema Interoperabilität eine strategische Schlüsselkomponente für die Industrie 4.0.

Ziel ist deshalb, dass Systeme weltweit dieselbe Sprache sprechen, eine „Global Production Language“. Die Kommunikationstechnologie für den Datenaustausch OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture, IEC 62541) als plattformunabhängige, service-orientierte Architektur gibt dabei den Rahmen vor und kann als Grammatik dieser Sprache verstanden werden. Jetzt geht es darum, das nötige Vokabular zu erstellen. Das geschieht mit Hilfe so genannter OPC UA Companion Specifications, die die Schnittstelleninhalte definieren. Für den Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus leitet und koordiniert der VDMA global die Erstellung dieser Spezifikationen: Die „OPC UA for Machinery“ bietet das Grundvokabular, hinzu kommt branchenspezifisches Vokabular, das in einzelnen Arbeitskreisen erarbeitet wird. Fest steht: Die Entwicklung einer weltweiten Produktionssprache ist nur gemeinsam möglich und ein großer Vorteil für alle.

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